Aktivitäten

WAZ vom 13.09.2017

WAZ vom 22.11.2016

WAZ vom 19.12.2015

Gemeinsam sind sie stärker

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Behindertenbeirat und Seniorenbeirat der Stadt Gladbeck schlossen einen Kooperationsvertrag im Fritz-Lang-Haus an der Friedrichstraße 7. v.l.: Abt.Ltr. Senioren und Gesundheit der Stadt Gladbeck Ulrich Hauska, die Vors. vom Behindertenbeirat Alexandra Sollbach, der Vors. vom Seniorenbeirat Friedhelm Horbach und Bürgermeister Ulrich Roland.

Zu tun gibt es genug, und gemeinsam packt es sich halt leichter an. An sofort arbeiten der Seniorenbeirat und der Behindertenbeirat der Stadt noch stärker zusammenEine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde im Beisein von Bürgermeister Ulrich Roland unterzeichnet.„Ich freue mich, wenn sich ehrenamtlich Tätige gut verstehen, untereinander vernetzen und ihre Arbeit jetzt auf noch verlässlichere Beine stellen“, sagt Roland, der den Zusammenschluss eine „Win-Win-Situation für die Menschen in unserer Stadt“ nennt. Ziel des Schulterschlusses ist es, so Ulrich Hauska, Abteilungsleiter Senioren und Gesundheit in der Stadtverwaltung, die Arbeit noch besser aufeinander abzustimmen. Menschliches Miteinander lasse sich nicht verordnen, gleichwohl „können wir daran arbeiten, Rahmenbedingungen zu schaffen für eine lebenswerte Gesellschaft, in der Alt und Jung, Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam gut zusammenleben können“.
Früchte der Zusammenarbeit erntenDabei ist die nunmehr von Alexandra Sollbach, Vorsitzende des Behindertenbeirats, und Friedhelm Horbach, Vorsitzender des Seniorenbeirats, unterschriebene Kooperation „nicht vom Baum gefallen“, so Hauska weiter. Berührungspunkte und gemeinsame Aktivitäten hat es auch schon in der Vergangenheit gegeben.Zu nennen sind hier die Forderung eines barrierefreien Zugangs am Bahnhof-West und auch die Begehung von Geschäften in der Innenstadt mit dem Blick auf die Barrierefreiheit sowie der Einbau der taktilen Streifen im Rahmen des Innenstadtumbaus. Zudem wurde die Stilllegung der Ampelanlage Berliner Straße / Schwechater Straße durch begründeten Einspruch verhindert.

Beifall gab es für die Aktivitäten bereits aus berufenem Munde. So bezeichnete der Kreisseniorenbeirat sowohl den Seniorenbeirat, als auch den Behindertenbeirat als vorbildlich. Das Lob könnte in Zukunft noch heftiger ausfallen, wenn erst die Früchte der verstärkten Zusammenarbeit geerntet werden. Friedhelm Horbach weist hier auf die Lebenserfahrungen der einzelnen Beiratsmitglieder hin. „Wir lernen voneinander“, sagt Alexandra Sollbach. Und Horbach ergänzt: „Alles, was wir für Rollatoren erreichen, ist auch gut für Kinderwagen und Rollstühle.“

Aktuelles Thema der beiden Partner ist die Beschilderung in der Stadtmitte. Hans Nimphius vom Seniorenbeirat: „Die Schilder sind zu hoch und die Schrift ist zu klein.“ Beide Beiräte wollen nun erreichen, dass die Beschilderung entsprechend geändert wird. Zudem soll es einen weiteren Koop-Partner per Vereinbarung geben. Hauska: „Wir wollen uns künftig auch mit dem Jugendrat vernetzen.“ Sollbach ergänzt: „Ein großes Feld, denn es gibt auch viele junge Menschen mit Behinderungen. Das wird noch einmal bereichernd sein.“

Stadtspiegel vom 19.12.2015

Kooperationsvertrag: Behinderten- und Seniorenbeirat setzen auf mehr Zusammenarbeit

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Unter den Augen von Bürgermeister Ulrich Roland (rechts) und Ulrich Hauska (links, Leiter der Abtelung „Senioren und Gesundheit“) unterzeichneten die Behindertenbeirat-Vorsitzende Alexandra Solbach (2. von links) und der Seniorenbeirats-Vorsitzende Friedhelm Horbach (2. von rechts) die mehrseitige Kooperationsvereinbarung

Der Rahmen war feierlich und Bürgermeister Ulrich Roland eilte höchstpersönlich aus dem Rathaus herbei, um der Unterzeichnung beiwohnen zu können: Im Fritz-Lange-Haus an der Friedrichstraße unterzeichneten jetzt Alexandra Solbach für den Behindertenbeirat und Friedhelm Horbach für den Seniorenbeirat die neue Kooperationsvereinbarung, der eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Gremien zur Folge haben soll.

Ein Miteinander lässt sich nicht verordnen

Ein menschliches Miteinander lasse sich nicht verordnen, ließen die Vertreter der Beiräte verkünden. Doch man könne daran arbeiten, Rahmenbedingungen für eine lebenswerte Gesellschaft zu schaffen, in der Alt und Jung, Menschen mit und ohne Handicaps gemeinsam gut zusammen leben könnten. Und man verwies auf die Weihnachtsrede aus dem Jahr 1998, in der der damalige Bundespräsident Roman Herzog sagte: „Entscheidend für die Zukunft ist, wie wir menschlich miteinander umgehen.“

Also haben sich Behinderten- und Seniorenbeirat der Stadt Gladbeck auf den Weg gemacht, gemeinsame Ziele der von ihnen vertretenen Personengruppen zu verfolgen und umzusetzen. Dabei gab es durchaus auch bereits in der Vergangenheit Berührungspunkte und gemeinsame Aktivitäten. Beispielhaft seien hier die Forderung nach einem barrierefreien Zugang am Bahnhof-West und auch die Begehung von Geschäftslokalen im Bereich der Innenstadt mit dem Blick auf Barrierefreiheit genannt.

Hohe Bedeutung für die Stadtgesellschaft

Schon vor Jahren hat daher die Gladbecker Verwaltungsspitze die hohe Bedeutung von Behinderten- und Seniorenarbeit für die Gladbecker Stadtgesellschaft erkannt. Folgerichtig wurden beide Gremien in die städtische Hauptsatzung aufgenommen. Beide Beiräte können daher Vertreter in die Sitzungen der jeweiligen Fachausschüsse entsenden und bei Angelegenheiten, die die Interessen der Beiräte berühren, wirken sie mit beratender Stimme mit. Auf Antrag der Beiräte ist dem Rat oder einem Ausschuss eine Stellungnahme vorzulegen.

Die kommunalpolitische Teilhabe behinderten oder auch älterer Menschen in dieser Form ist allerdings durchaus keine Selbstverständlichkeit, sogar eher die Ausnahme. Hierauf wird auch im Bericht zur Lebenslage der Menschen mit Behinderungen in Gladbeck hingewiesen, wonach die Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderungen sowie von Senioren durch die beiden genannten Beiräte – auch im Vergleich zu anderen Kommunen – beispielhaft sichergestellt sei.

Auch für das Zertifikat „Audit – Familiengerechte Kommune -“ wurde ein Handlungsfeld „Senioren und Generationen“ erstellt und vom Rat der Stadt Gladbeck am 27. November 2014 beschlossen. Als Maßnahme in diesem Handlungsfeld war unter anderem der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen Behinderten- und Seniorenbeirat für das Jahr 2015 vorgesehen. Eine Vorgabe, der man mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung nun Folge leistete.

Im Jahr 2016 sollen weitere Vereinbarungen unterzeichnet werden. Nämlich die zwischen Behinderten- und Jugendbeirat sowie zwischen Senioren- und Jugendbeirat.

Aber auch konkrete Projekte wurden auf Basis der schon unterzeichneten Vereinbarung bereits in Angriff genommen. So hat man gemeinsam schon damit begonnen, die vorhandenen Hinweisschilder im Bereich der Gladbecker Innenstadt unter die Lupe zu nehmen. Natürlich speziell aus der Sicht von Behinderten und Senioren.

Behinderten-Wegweiser erscheint im Jahr 2016

Und recht weit fortgeschritten sind auch bereits die Planungen für den „Behinderten-Wegweiser“, der in 2016 erstmals in gedruckter Form vorliegen soll. Selbst bei der Produktion des Info-Heftes hat man an Menschen mit Handicaps gedacht, denn den Druckauftrag erhielt die Firma „CONTEX“: In der Einrichtung des Caritasverbandes arbeiten an der Haldenstraße in Rentfort Menschen mit Behinderungen.

 

Bericht im Stadtspiegel

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Deutlich mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen möchte der „Behindertenbeirat der Stadt Gladbeck“. Große Hoffnung setzt der Vorstand auf die neue Homepage, die voraussichtlich ab dem 12. Februar freigeschaltet ist. Unser Foto zeigt von links nach rechts Günther Hacker (Stellvertretender Vorsitzender), Ingeborg Redmann (Beisitzerin) und Josi Marten (Stellvertretende Vorsitzende und derzeit Kommissarische Vorsitzende).

Gladbecker Behindertenbeirat setzt auf deutlich verstärkte Öffentlichkeitsarbeit

„Neue Besen kehren gut“. Frei nach diesem Sprichwort will nun der Vorstand des Behindertenbeirates der Stadt Gladbeck „voll durchstarten“, nachdem der Vorstand vor rund zwölf Monaten eine neue Zusammensetzung erfuhr.
Das zurückliegende Jahr hat der Vorstand intensiv genutzt, um die Arbeit des „Behindertenbeirates“ neu aufzustellen. Vor allen Dingen will der „Behindertenbeirat“ die Öffentlichkeitsarbeit deutlich verstärken und auch mit öffentlichen Aktionen auf sich und seine Arbeit aufmerksam machen.
Selbsthilfegruppen, Vereine und Verbände

Der „Behindertenbeirat der Stadt Gladbeck“ zählt derzeit 52 Mitglieder. Aber keineswegs Einzelmitglieder, denn der Beirat ist die lokale Dachorganisation für Selbsthilfegruppen und darüber hinaus gehören ihm auch Vereine, Verbände und Organisationen an, die tagtäglich mit Menschen mit Behinderungen zu tun haben, beziehungsweise sich für deren Belange einsetzen. „Wie viele Einzelmitglieder dies bedeutet, könnte ich nur schätzen,“ gesteht Josi Marten ein, die als stellvertretende Vorsitzende derzeit kommissarisch die Leitung des Beirates für Alexandra Sollbach, die aus gesundheitlichen Gründen vorübergehdn kürzer treten muss, übernommen hat. Ebenfalls dem Beirats-Vorstand gehören aktuell Günther Hacker (stellvertretender Vorsitzender); Ingeborg Redmann, Sabine Prittwitz und Siegfried Schmitz (Beisitzer); Markus Nientzik und Michael Skerstinat (beratende Mitglieder) sowie Bernhard Neulken (Ehrenvorsitzender) an.
Vollversammlung am 11. Februar in der Stadthalle

Viel Arbeit und Zeit wurde in den vergangenen Monaten für die Neugestaltung des Beirat-Logos verwendet. Gleiches gilt für die neue Homepage. Mehr wird aber noch nicht verraten und die „Geheimnisse“ erst im Rahmen der satzungsgemäß anstehenden Vollversammlung gelüftet, die am Mittwoch, 11. Februar, stattfindet,

„Wir wollen ja nicht im Verborgenen arbeiten, sondern uns vorstellen als das Gremium, das in Gladbeck für die Belange von Menschen mit Behinderungen eintritt,“ versichern Josi Marten, Ingrid Redmann und Günther Hacker eindrucksvoll. Denn schließlich ist der Beirats-Vorstand gleich in mehreren städtischen Fachausschüssen vertreten. Wenn auch nicht mit Stimmrecht, so sind die Ausführungen der Beiratsvertreter bei den Ausschusssitzungen doch stets von größter Bedeutung.
„Wir haben schon so manches Ergebnis erreicht,“ freut sich der Beirats-Vorstand.

Und eben solche Ergebnisse sollen künftig auch auf der neuen Homepage publiziert werden. Auch Veranstaltungstermine sollen dort im Internet der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. So wird der Beirat sowohl bei der seit Jahren bekannten „Seniorenmesse“ in der Stadthalle dabei sein. Die Großveranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Infobörse Älter werden in Gladbeck“ und findet am Mittwoch, 22. April, von 10 bis 15 Uhr in der Stadthalle an der Friedrichstraße statt. Selbstverständlich bei kostenlosem Eintritt. Fest im Terminkalender eingetragen wurde auch die Teilnahme am „Tag des Ehrenamtes“ im Herbst. Spätestens dann wird auch das Promotion-Zelt zum Einsatz gelangen, dass eigens für Aktivitäten dieser Art neu angeschafft wurde.
Neue Homepage ab 12. Februar im Internet

Wer noch weitergehende Informationen über den „Behindertenbeirat der Stadt Gladbeck“ wünscht, kann dies gerne auf der neuen Homepage tun, die allerdings voraussichtlich erst ab dem kommenden Donnerstag, 12. Februar, unter im Internet angewählt werden kann. Wer so lange nicht mehr warten möchte, kann sich aber auch bei Josi Marten, Tel. 02043/205464, und auch bei Günther Hacker, Tel. 02043/786098, melden.

Bericht in der WAZ

Behindertenbeirat: Sprachrohr für Menschen mit Handicap

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Zweimal jährlich trifft sich die Vollversammlung des Behindertenbeirats.Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck. Wenn es um die Interessen von Menschen mit Handicaps geht, meldet sich der Behindertenbeirat zu Wort. Der neue Vorstand will die Arbeit jetzt mehr ins Blickfeld rücken.

Immer, wenn es um die Interessen von Menschen mit Handicaps geht, meldet sich der Behindertenbeirat zu Wort. Ob es sich um Behindertenparkplätze handelt, um Spielplätze, die auch körperlich eingeschränkte Kinder nutzen können, um Behindertentoiletten auf Friedhöfen, um Bordsteine, die für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollatoren ein Hindernis darstellen, oder um so große Maßnahmen wie Barrierefreiheit beim Umbau der Fußgängerzone – der Behindertenbeirat sitzt mit am Tisch, hat beratende Funktion in verschiedenen Fachausschüssen, bringt eigene Vorschläge ein.
45 Organisationen sind dabei

Aus der Arbeitsgemeinschaft zur Integration behinderter Menschen ist im Jahre 2011 der Behindertenbeirat der Stadt Gladbeck hervorgegangen, dem Vertreter von 45 Organisationen angehören. Selbsthilfegruppen, Vereine und Verbände sind zum Beispiel dabei, die Werkstätten und stationäre Wohneinrichtungen. Vorsitzende ist seit dem vergangenen Jahr Alexandra Solbach. Die Geschäftsstelle ist im Amt für Soziales und Wohnen an der Wilhelmstraße angesiedelt. Beim dortigen Mitarbeiter Oliver Pietrzek laufen alle Fäden zusammen.

So wichtig die Arbeit des Gremiums auch ist – in der Öffentlichkeit wird sie eher selten wahrgenommen. Wer weiß zum Beispiel, dass es dem Behindertenbeirat zu verdanken ist, dass es auf der Toilette am großen Spielplatz im Wittringer Wald seit einiger Zeit eine Wickelmöglichkeit gibt? Oder dass die Behindertentoiletten auf den Friedhöfen Brauck und Rentfort der Hartnäckigkeit dieses Gremiums zu verdanken ist.

Der neue Vorstand will die Arbeit des Behindertenbeirats stärker in den Blickpunkt rücken. Mit einem Arbeitskreis Öffentlichkeit zum Beispiel und mit einer eigenen Hompage, die gestern der Vollversammlung präsentiert wurde. „Bis jetzt sind wir im Internet nur über die Seite der Stadt Gladbeck zu finden“, sagt die kommissarische Vorsitzende Josi Marten. „Mit einer eigenen Seite rücken wir mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.“ Sie hofft, dass dann auch mehr Menschen mit Behinderung sich mit ihren Sorgen und Anregungen direkt an den Behindertenbeirat wenden als bisher.

Bei der Vollversammlung ging es auch um die Zusammenarbeit des Behinderten- mit dem Seniorenbeirat. Beispiele: Beim Umbau des Bahnhofs West und bei den barrierefreien Wegen im Wittringer Wald zogen beide Beiräte an einem Strang. Vorstandsmitglied Ingeborg Redmann: „Wir arbeiten eng zusammen, denn häufig decken sich die Bedürfnisse behinderter mit denen älterer Menschen.“